seit einer Woche Besetzt!

Elsi ist nun seit einer Woche besetzt, so lange wie noch nie. Ein grund zur Freude! wir bleiben dran und halten euch auf dem laufenden. Neu auch auf Instagran: „what_elsi“. Täglich neue Bilder aus dem Besetzer*innen Leben.
support your local squat

Montag, 15.April, Guten Morgen von Elsi

Guten Morgen

Den Start in die neue Woche haben wir mit Elsi geschafft. Die Häuser an der Elsässerstrasse 128-132 sind noch immer besetzt.

Die blauen Menschen zeigen jedoch vermehrt Präsenz!

Wir betonen nochmals: Eine weitere Räumung durch die Polizei wird weder etwas an der Situation im Haus, noch an unseren Anliegen ändern!

Träumen statt Räumen.

Der Korb hängt noch immer 🙂 #whatelsi #besetzt

geschrieben: 15.04.19, 10.00

Die erste Nacht ist überstanden

Elsi geht es gut, denn sie ist weiterhin belebt! Heute Nacht liessen uns die blau Uniformierten in Ruhe. Bis jetzt gibt es keine Anzeichen für eine Räumung. Die Eigentümerschaft Areion Management AG schweigt.

#besetzten #whatelsi #elsilebt

 

11.04 bz Basel: Die «Elsi» ist schon wieder besetzt – und die Basler Polizei hat «ein Auge darauf»

https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/die-elsi-ist-schon-wieder-besetzt-und-die-basler-polizei-hat-ein-auge-darauf-134331662

Die «Elsi» ist schon wieder besetzt – und die Basler Polizei hat «ein Auge darauf»

Es brauche «hartnäckiges Durchhaltevermögen, bis die Immobilienhaie sich auch die letzten Zähne ausgebissen haben», melden sich die Besetzer via Communiqué. An den Liegenschaften an der Elsässerstrasse 128-132 zeigt sich der Konflikt um Basler Wohnraum exemplarisch.

Im vergangenen Mai hatte die Areion Management AG als Eigentümerin allen Mietern gekündigt. Obwohl die Zugänge in der Zwischenzeit zugemauert worden sind, sind die Häuser gestern zum insgesamt bereits vierten Mal besetzt worden.

Die Basler Polizei habe Kenntnis von der Ankündigung einer Besetzung, erklärt Polizeisprecher Toprak Yerguz. «Entsprechend haben wir auch ein Auge auf die Liegenschaft.» Eine Hausräumung scheint vorderhand aber nicht geplant zu sein, was darauf schliessen lässt, dass die Hausbesitzerin bis gestern keine Strafanzeige eingereicht hat.

Die Eigentümerschaft lasse die Häuser schon seit Mai leer stehen und verwahrlosen, kritisieren die Besetzer. Dieses profitorientierte Vorgehen widerspreche aber klar den Wohn-Initiativen. Es seien denn auch rund 100 Einsprachen gegen den drohenden Abriss der Liegenschaften eingegangen – darunter eine vom Neutralen Quartierverein St. Johann und vom Basler Heimatschutz.

Die Besetzer fordern nun einen «Dialog auf Augenhöhe» mit der Hausbesitzerin über eine sofortige Nutzung der Liegenschaften gegen Bezahlung von Wasser und Strom. Die «Elsi» solle wiederbelebt werden.

ELSI ZUM VIERTEN MAL BESETZT!

Alle guten Dinge sind nicht drei: Alle guten Dinge brauchen hartnäckiges Durchhaltevermögen bis die Immobilienhaie sich auch die letzten Zähne ausgebissen haben. Die Häuser an der Elsässerstrasse 128-132 wurden heute zum vierten Mal seit Juni 2018 besetzt!

Die Eigentümerschaft Areion Management AG lässt die Häuser seit Ende Mai 2018 leerstehen und verwahrlosen. Ihr profitorientiertes Bauvorhaben steckt in der Bürokratie der Stadt fest und dort wird es auch noch lange bleiben.

Seit dem Aktiv-werden der Besetzenden setzten sich auch andere Kräfte in Bewegung und wurden laut. Die Nachbar*innen positionierten sich klar gegen die geplanten Neubauten und machten mit über 100 Einsprachen klar, dass die neuen Luxusbauten keinen Platz bekommen sollen. Aus diesem Engagement entstand auch ein Petitions-Komitee. Dieses bemüht sich zusätzlich um den Erhalt des gesamten Häuserblocks und fordert die Behebung der Schäden, die durch die Eigentümerschaft verursacht wurden. Im Baugesuch der Areion Management AG wurden grobe Fehler gefunden, wie zum Beispiel Unterschlagungen von Wohnflächen und Überschreitungen der Bauhöhe und -tiefe. Ausserdem hat sich die Denkmalpflege eingeschaltet und einen Baustopp von einem Jahr verordnet, um die Häuser genauer anzuschauen.

Aufwertung bedeutet immer auch Verdrängung! Betroffen sind alle, die nicht zum vermögenden Teil der Gesellschaft gehören. Die Basler Stadtpolitik, wie auch die Eigentümer*innen von Immobilien, nehmen bewusst die Verdrängung einkommensschwacher Bevölkerung in Kauf, indem sie Aufwertungsprojekte gezielt fördert. Obwohl sich eine Mehrheit der Einwohner*innen zu 4x Ja für mehr Mietrecht aussprach um diese Entwicklung zu stoppen, geht es weiter in die entgegengesetzte Richtung. Allein anfangs März dieses Jahres wurde erneut über 300 Mietparteien auf einmal gekündigt. Die Notwendigkeit diesem Problem mit ausserparlamentarischen Mitteln zu begegnen wird immer dringlicher. Wir stellen uns klar gegen eine Gesellschaft, die durch Ausschluss versucht eine luxuriöse Welt für Wenige aufrechtzuerhalten und bereit ist diese mit Gewalt- und Unterdrückungsapparaten zu verteidigen. Der Unmut über profitorientiertes Denken und Bauen – also in diesem Fall konkret: Kündigungen, unnötiger Leerstand, Aufwertung und somit Verdrängung – wird weiter wachsen in dieser Stadt!

Elsi soll belebt werden und zwar jetzt! Darum wählen wir die direkte Aktion als unser Mittel und verändern mit der Besetzung den von uns kritisierten Zustand. Unsere Kritik richtet sich gegen die Machtstrukturen, die es erst ermöglichen Lebensraum als Eigentum zu besitzen. Lebensraum ist keine Ware und sollte von den dort lebenden Menschen vor Ort verwaltet werden – nicht von externen Goldzähnen . Lebensraum soll kein Abhängigkeitsverhältnis sein!

Dieser Ort soll ein selbstverwalteter Verbindungspunkt werden, den viele verschiedene Menschen mit ihren verschiedenen Hintergründen, Wünschen und Ideen beleben und gestalten können: antikapitalistisch und freiheitsliebend!

Wir fordern jetzt einen Dialog auf Augenhöhe mit Areion Management AG über die sofortige Nutzung der Gebäude gegen Bezahlung von Wasser und Strom. Eine weitere Räumung wird weder an der Situation im Haus, noch an unseren Anliegen etwas ändern.

Für ein lebenswertes Miteinander. Solidarisieren, Essen und Trinken im Korb platzieren!

Elsi bleibt. Auf wiedersehen!

Es isch kalt dusse – Jetzt wir igheizt!

Es isch kalt dusse – Jetzt wir igheizt!

Wir sind wieder da!
In der Nacht vom 23.12.18 auf den 24.12.18 haben wir wiedereinmal die Elsi mit einem Transpi geschmückt. Denn es ist diese Zeit im Jahr um inne zuhalten, zusammen zukommen und auf die Situation an der Elsässerstrasse 128 – 132 aufmerksam zu machen.

Nach der letzten Besetzung im Oktober und der darauf folgenden Räumung wurden die Liegenschaften im Auftrag der Areion Management AG aufs übelste zerstört: Das ganze Glasdach des Hinterhauses wurde eingeschlagen, Dachziegel entfernt, die Toiletten demoliert, die alten Holztreppen in den ersten Stock komplett weggerissen und alle Fenster aus den Rahmen gehängt.

Dies wurde nicht nur mit der Absicht gemacht, die Häuser für weitere Besetzungen unattraktiv zu machen, sondern ganz bewusst auch um die Innenräume verwahrlosen zu lassen. Damit wird eine Rettung der Bausubstanz erschwert und es wird unwahrscheinlicher, dass die Liegenschaften unter Schutz gestellt werden können.

Die Elsi steht nun schon ein halbes Jahr leer. Das obwohl viele Menschen die Liegenschaften immer wieder beleben wollten und zeitweise auch haben, um dann immer wieder mit massivem Polizeiaufgebot geräumt zu werden. Die Eigentümerschaft war zu keiner Kooperation bereit.

Doch es gibt auch fröhliche Neuigkeiten. Dank den vielen Einsprachen durch die Nachbarschaft wurde ein Baustopp von voraussichtlich einem Jahr ausgesprochen. Also lasst uns die Öfen einheizen.
Elsi lebt!

Leerstand um des Leerstandswillen

Der Leerstand der Elsi ist nun wieder hergestellt und das Leben aus dem Haus vertrieben. Besetzer*innen wurden keine festgenommen. In mehreren Medienberichten wurde von leeren Haeusern geschrieben. Seit Samstag wurde die Liegenschaft belebt, taeglich gab es Programm, der Innenhof wurde eingerichtet, mindestens zwei Personen verbrachten die Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Haus. Kann da von leeren Haeusern gesprochen werden? Muessen sich die Besetzer*innen festnehmen lassen, um ihr Anliegen zu legitimieren?

Statt Probleme der Verdraengung zu loesen, werden wieder Mauern errichtet!

Wie uns mehrere Nachbar*innen berichteten, werden durch beauftragte Bauarbeiter mutwillig sämtliche Fenster zur Innenhofseite und Teile des Dachs zerstört. Aus Gesprächen mit Bauarbeitenden wissen wir, dass das Ziel der Areion Management AG ist, das Haus unbewohnbar zu machen. Dabei erzählen sie, dass alle Fenster, Dächer, Treppen, zerstört werden sollen. Dadurch wird das Haus mutwillig und unwiderruflich zerstört, was den Weg für den Neubau ebnen sollte.

Dies obwohl noch nichtmal die Einsprachefrist für den Abriss zu Ende ist!

Rechtiliche Schritte gegen diesen frühzeitigen Abrissbeginn werden geprüft. Zudem beschäftigt sich das Quartier bereits intensiv mit Einsprachen bezüglich des Bauvorhabens.